Papierworkshop

Papierworkshop mit Herrn König am 28.2.2013

Papier – wir erfahren etwas über die Produktion von Papier, etwas über Schmalbahn und Breitbahn, ermitteln Laufrichtungen – eigentlich geht es aber um etwas anderes, nämlich um den haptischen Markt, der das „Bedürfnis nach berühren und berührt werden befriedigt““. Papier und mehr – wie ertasten mit verbundenen Augen Papierarten, die Flächen, die Kanten, das Geräusch das es macht, wenn man es bewegt. Wir beschreiben mit haptischen Adjektiven, was wir fühlen und schauen es anschließend an – Überraschung und Staunen. Wir kommen dem näher, worum es hier geht: haptische Kommunikation. „Das, was man spürt und sieht, geht oft in verschiedene Richtungen und genau das darf bei haptischer Kommunikation nicht passieren.““

Haptik reagiert auf mehr als Oberflächenbeschaffenheit, es geht um die haptische Vermittlung von Inhalten. Haptische Kommunikation zielt nicht auf die Oberfläche ab, sondern auf das, was sich in der Person bei einem bestimmten Berührungserlebnis abspielt. Das Mahnschreiben z.B. kommt entsprechend dem unerfreulichen Inhalt auf einem ebenso ärgerlichen Papier daher, das so dünn ist, dass man es nur mit Schwierigkeit und Unbehagen entblättert – ein haptisches Erlebnis, das keinen Anlass zur Freude bietet. Wie kann Papier Tod kommunizieren, vielleicht auf eine tröstende Art und Weise? Wir kommen ins Grübeln.